Änderung der hessischen Fischereiverordnung HFischV (ehemals HFO)

Mit dem 14. Dezember 2016 trat die Verordnung zur Änderung fischereirechtlicher Vorschriften vom 5.12.2016 in Kraft. Die geänderte Verordnung (nicht amtliche Fassung) können Sie über oben stehenden Link einsehen, die markanten Neuregelungen sollen zudem an dieser Stelle hervorgehoben werden:

Nachstehende gesetzliche Schonzeiten und Mindestmaße gelten:

Fischart

Schonzeit

Mindestmaß

in cm

Höchstmaß

in cm

Aal

01.10.  bis  01.03.

50

 

Äsche

01.03.  bis  15.05.

30

 

Bachforelle

01.10.  bis  31.03.

25

60

Barbe

 

40

 

Hecht

01.02.  bis  15.04.

50

 

Karpfen (Wildform)

15.03.  bis  31.05.

45

 

Moderlieschen

01.05.  bis  30.06.

-

 

Nase

15.03.  bis  30.04.

25

 

Rotfeder

15.03.  bis  31.05.

20

 

Schleie

01.05.  bis  30.06.

25

 

Zander

 

50

 

Das Mindestmaß wird von der Spitze des Kopfes bis zum Ende der Schwanzflosse gemessen.

Fische, Rundmäuler, Krebse und Muscheln, die einem Fangverbot unterliegen sind, wenn sie lebend dem Wasser entnommen werden, unverzüglich und mit der gebotenen Sorgfalt in das Fanggewässer zurückzusetzen.

Muss mit ihrem Verenden gerechnet werden, sind sie zu töten und unverzüglich zu vergraben, sofern eine anderweitige Beseitigung nicht vorgeschrieben ist. Dies gilt auch dann, wenn sie tot angelandet werden.

Das Zurücksetzen eines Fisches, Rundmaules, Krebses oder einer Muschel nach dem Fang ohne vernünftigen Grund ist verboten. Gebietsfremde invasive Arten dürfen nicht zurückgesetzt werden.“

Es ist verboten, Fische, Krebse und Muscheln folgender Arten zu fangen oder zu entnehmen:

Fische: Atlantischer Lachs, Atlantischer Stör, Bitterling, Elritze, Flunder, Karausche, Koppe, Maifisch, Quappe, Schlammpeitzger, Schneider, Steinbeißer, Strömer, Zährte, Zwergstichling

Rundmäuler: Bachneunauge, Flussneunauge, Meerneunauge

Krebse: Edelkrebs, Steinkrebs

Muscheln: Gemeine Teichmuschel, Große Teichmuschel, Häubchenmuschel, Abgeplattete Teichmuschel, Bachmuschel, Malermuschel, Erbsenmuschel, alle heimischen Arten, Kugelmuschel, alle heimischen Arten

Ferner ist verboten:

Lebende Krebse oder lebende Wirbeltiere als Köder zu verwenden, Fischnährtiere dem Gewässer zu entnehmen und gefangene Fische zu verkaufen.  

Das Anfüttern in den Goßfeldener Teichen ist auf ein Minimum zu beschränken.

Bitte nehmen Sie diese ab sofort geltenden, gesetzlichen Bestimmungen zur Kenntnis und ändern diese ggf. in Ihren vorhandenen Fangbüchern.

 

Fischereiverein Marburg und Umgebung e.V.

Der Vorstand


Gefährliche und illegale Elektofischerei

(Ein Artikel der Oberhessischen Presse vom 5.11.2016, von M. Agricola)

 -->Durch Anklicken der Bilder gelangen Sie zur Leseansicht<--


Jahreshauptversammlung 2016

Am 12.03.2016 versammelten sich die Mitglieder des Fischereivereins Marburg und Umgebung e.V. im Bürgerhaus des Marburger Stadtteils Marbach, um ihre Jahreshauptversammlung abzuhalten. Pünktlich um 18:00 Uhr begrüßte der erste Vorsitzende Jürgen Schwarz die Angelfischerinnen und Angelfischer. Über die Berichte der einzelnen Ressortleiter wurden die Mitglieder hinsichtlich der Finanzen, Aktivitäten und Maßnahmen des vergangenen Jahres unterrichtet und weiter wurden geplante Vorhaben für das Kalenderjahr 2016 erläutert.

Die Fertigstellung des Zufahrtsweges zu dem 2014 errichteten barrierefreien Angelplatz und die Sanierung der Sanitäranlagen stellten die größten baulichen Maßnahmen dar, die durch einige Mitglieder im Besonderen getragen und dadurch resultierend in dieser Form realisierbar wurden. Veranstaltungen des Vereines wurden nochmals unter Zuhilfenahme von Bildmaterial rekapituliert, Aktivitäten der Jugendgruppe an die Versammlung herangetragen. Der in den vergangenen Jahren stets zunehmenden Problematik um den Aal begegnete der Verein bereits seit einigen Jahren mit dem Abfischen und anschließenden Transport zum Rhein. Hierdurch werden die Chancen des katadromen Wanderfisches erhöht, sein Laichgebiet zu erreichen und nicht durch Wasserkraftturbinen und andere Hindernisse zu verenden. Die Reaktivierung von Aalfängen im Vereinsgewässer soll den Erfolg dieses Projektes auch in 2016 weiter vorantreiben.

Verärgerung drückte der Vorstand in Bezug auf die Verschmutzung der Uferbereiche des Vereinsgewässers aus.

Nachdem die Jahresberichte verlesen waren, kam es zu nachstehend aufgeführten Ehrungen:

Zum Ehrenmitglied ernannt wurden Ernst Bosshammer, Karl Hamm, Renate Hutera-Müller, Manfred Jannasch und Harald Michael.

Mit der goldenen Vereinsehrennadel für 30 Jahre Mitgliedschaft wurden Herbert Appel, Bernd Becker, Udo Becker, Bernd-Ernst Donges, Peter Euker, Franz Fischer, Herbert Geisler, Erwin Klatt, Wilfried Knobl, Thomas Lemmer, Heinz-Jürgen Payer, Peter Perthel, Hans Putnoki Erich Ruppersberg, Jürgen Schwarz, Walter Schwingen, Karl-Heinz Sell, Olaf Zettl und Edgar Zschau geehrt.

Für 20 Jahre Mitgliedschaft erhielten Harald Michael und Thorben Oetzel die silberne Vereinsehrennadel.

Dirk Schrey, der nach 6 Jahren Vorstandsarbeit vom Amt des Naturschutzbeauftragten zurücktrat, erhielt das Messer „Fisch des Jahres 2016 - Der Hecht“ vom Deutschen Angelfischerverband (DAFV). Der Vorstand bedankte sich für die gute und ertragreiche Zusammenarbeit.

Für 25 Jahre Vereinszugehörigkeit verlieh der Verband hessischer Fischer den Mitgliedern Udo Becker, Michael Bodenbender, Peter Bonath, Jürgen Bosshammer, Werner Glaser, Christian Glock, Joachim Heinze, Herrmann Hofmann, Michael Laatz, Karsten Lauer, Erich Radtke, Günter Ritter, Erwin Schlosser und Helmut Sohn das silberne Verbandsabzeichen.

Für nunmehr 40, 50 oder 60 Jahre Vereinstreue erhielten die Mitglieder Kai Kohlhauer (40), Ernst-Peter Kraus (40), Sven-Olaf Raband-Dula (40), Heinrich Knauf (40), Hans Kraft (60), Ludwig Lind (50), Konrad Müller (40), Ekkehard Schüler (50), Hans-Eckhardt Wagner (50), Willi Naumann (40) und Herbert Weber (50) vom hessischen Fischereiverband das goldene Verbandsabzeichen.

Auch im letzten Jahr gab es einige Mitglieder, die den Verein in besonderer Weise unterstützten. Für dieses Engagement bedankte sich der Vorstand stellvertretend für den Verein bei Arthur Pinschmidt, Avdo Ribic und Rejhan Ribic mit einem Verzehrgutschein. Die Jugendleitung bedankte sich mit dem DAFV-Messer im Besonderen bei Alexander Andriewski, Harald Klatt und Tarek Wege für deren Unterstützung.

Unter dem Tagesordnungspunkt Wahlen wurden die meisten Akteure in ihren Positionen durch Wiederwahl bestätigt. Neu besetzt wurde das Amt des zweiten Vorsitzenden durch den ehemaligen Gerätewart Joachim Wallus. Daniel Heldmann, bis Dato Sportwart des Vereines, wurde durch die Versammlung zum neuen Gerätewart gewählt.

Neu in seinen Reihen darf der Vorstand die Mitglieder Jannis Kohl im Amt des Sportwartes und Norbert Pitz als neuen Naturschutzbeauftragten begrüßen, denen die Versammlung das Vertrauen aussprach.

Adrian Becker